Kreishandwerkerschaft Fürth erstellt Positions- und Strategiepapier zur Stärkung des Fürther Handwerks

Kreishandwerkerschaft Fürth erstellt Positions- und Strategiepapier zur Stärkung des Fürther Handwerks

Präsentation Positions- und Strategiepapier des Fürther Handwerks

Fürth, 17.2.2014 - im Rahmen einer Pressekonferenz im Haus des Handwerks an der Fürther Freiheit präsentierten Kreishandwerksmeister Konrad Ammon, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Landrat Dießl und Geschäftsführer Thomas Mörtel zwei Positions- und Strategiepapiere zur Stärkung des Fürther Handwerks vor.

Der stets intensive Dialog zwischen kommunaler Stadt- und Landkreisspitze sowie der Kreishandwerkerschaft Fürth wurde nun in „Zukunft.Handwerk.Fürth" und in „Zukunft.Handwerk.LandkreisFürth" dokumentiert. Die Broschüren liegen in den Rathäusern und im Landratsamt Fürth aus.

Ein zentraler Punkt in den beiden Broschüen: die handwerkliche Fachkräftesicherung und Qualifizierung, etwa durch mehr Auszubildende in Berufen vom Bäcker bis zum Zimmerer, durch Mobilisierung von Frauen, Schulung ungelernter Arbeitskräfte oder Integration benachteiligter Jugendlicher.

Große Chancen für das Handwerk sehen die Autoren z.B. durch barrierefreies Bauen oder Wohnraumberatung wie es der demografische Wandel nötig macht. Und bereits seit 2010 knüpft ein Fürther Netzwerk „Handwerk Denkmalpflege" Fäden zur fachmännischen Sanierung der 2000 geschützten Gebäude der Kleeblattstadt.

Gefordert wird in dem Grundsatzpapier die Sicherung des kleinstrukturierten Ladenhandwerks und der Nahversorgung, etwa durch Friseure oder Installateure. Durch Stadtentwicklungsmaßnahmen sollen Handwerksbetrieben preislich geeignete und kleinteilig parzellierte Gewerbeflächen zugänglich gemacht werden. In einer Zeit von Skandalen um Großschlachthöfe spricht man sich ausdrücklich für die Sicherung des handwerklichen Schlachthofs in Burgfarrnbach aus; Metzger, Direktvermarkter und Landwirte aus der Region tragen ihn und sind seine Kunden.

Gestärkt werden soll auch das seit 2001 bestehende Netzwerk der Gründerinitiative Fürth; um zum Sprung in die Selbstständigkeit zu beraten, sind Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer für Mittelfranken und die kommunale Wirtschaftsförderung Ansprechpartner. Ebenso wie beim Thema Energiewende, das das Handwerk durch Montage von Fotovoltaikanlagen oder Wärmedämmung am Haus maßgeblich umsetzt..

Nicht zuletzt setzt das Fürther Handwerk für den Weg in die Zukunft auf eigene Imagebildung. Zum einen durch die überregionale Kampagne als „Wirtschaftsmacht von nebenan", aber auch durch viele eigene Aktionen vor Ort: So punktet man in der Öffentlichkeit seit fünf Jahren durch die Fürther Schreinertage, seit 16 Jahren durch das Schlachthoffest, durch Weihnachtsaktionen der Bäcker oder die Teilnahme von Innungen am Erntedankfestzug. „Unsere Betriebe sind flexibel, kundenorientiert, am Puls der Zeit und haben großes Potenzial. Das muss man zeigen", erklärt Thomas Mörtel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Die Stadt und der Landkreis unterstützen dies und sehen sich als Partner im gemeinsamen Interesse an der zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Wirtschaftsraums.