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Friseur-Innung diskutiert mit Vertretern des Bayerischen Landtags

In einer 90-minütigen Talkrunde sprach Christian Hertlein (Oberasbach), Obermeister der Friseur-Innung Fürth, mit den Fürther Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs (Bündnis 90/ Die Grünen), Petra Guttenberger (CSU) und Horst Arnold (SPD) über Themen, die das örtliche, aber auch das überregionale Friseurhandwerk derzeit beschäftigen. Unterstützt wurde er von der stv. Obermeisterin Karin Kiesel-Reichel (Fürth) und Thomas Mörtel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fürth.

 

Punkte wie die Sicherung der Berufsschulstandorte, die Problematik der politischen Einflussnahme auf die Entwicklung des Mindestlohnes, der Erhalt der Tarifautonomie und der allgemeinverbindlichen Tarifverträge in Bayern standen dabei auf der Tagesordnung.


Die Intensivierung von Sprachkursen mit Förderung der Vermittlung sozialer Kompetenzen bei der Integration junger Menschen in das duale Ausbildungssystem waren ebenfalls im Fokus des Gesprächs.

 

Dabei sorgte auch die Idee der Kreishandwerkerschaft Fürth und der Friseur-Innung Fürth zur Einführung einer Praktikumsprämie für Schüler im bayerischen Handwerk, die daraufhin im Sommer im Bayer. Landtag diskutiert wurde, für reichlich Diskussionsstoff unter den Beteiligten. Bereits in vier Bundesländern praktiziert, erhalten Schülerinnen und Schüler für ein freiwilliges Praktikum für eine Woche in den Ferien in einem Handwerksbetrieb vom Bundesland 120 Euro. Jeder Schüler kann pro Jahr eine Praktikumsprämie für maximal vier Wochen erhalten. Ein genialer Schachzug, so die Handwerksvertreter, um Jugendliche leichter an Handwerksberufe heranführen zu können. Man gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Landespolitik dies für Bayern doch beschließen möge.


Angesicht erschreckend niedriger Schulabgangszahlen von Fürther Mittelschulen nach der 9. Klasse, wo lediglich nur 35 % der Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsplatz im dualen Ausbildungssystem aufnehmen und der vielen nicht besetzten Ausbildungsplätze im Handwerk, wäre dies aus Sicht der Kreishandwerkerschaft Fürth und der Friseur-Innung Fürth ein hervorragender Baustein und Hoffnungsschimmer, um Lücken am Ausbildungsmarkt schließen zu können.

 

Die Beteiligten waren sich einig, weiter im Dialog zu bleiben, damit das Friseurhandwerk auch auf politischer Ebene das notwendige Gehör findet.

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Veröffentlichung

Do, 28. November 2024

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